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„Lucie Ceralová gab eine dunkel und voll timbrierte Mary.“ (Das Opernglas, S. Barnstorf)

Die Spielzeit 2018/19 eröffnet Lucie Ceralová mit Jenkins´ Stabat Mater mit der Philharmonie Bohuslav Martinů im Rahmen des internationalen Herbstfestivals geistlicher Musik in Olomouc. Darüber hinaus ist sie u. a. in Mozarts Großen Credo-Messe unter der musikalischen Leitung von Risto Joost in Wuppertal zu hören und interpretiert das Alt-Solo aus Mahlers 2. Sinfonie in einer Reihe von Weihnachtskonzerten mit der Neuen Lausitzer Philharmonie. Des Weiteren debütiert sie am Landestheater Niederbayern als Erda in dem neuen Ring-Zyklus.

Die gebürtige Tschechin absolvierte zunächst ein Studium im Fach Germanistik und Musikwissenschaften an der Palacký Universität in Olomouc. Ihre Gesangsausbildung erhielt sie anschließend an der Hochschule für Musik "Carl Maria von Weber" in Dresden bei Prof. Heidi Petzold. Sie ist Preisträgerin des Internationalen Dvořák-Gesangswettbewerbs, wo sie mit mehreren Sonderpreisen für die beste Dvořák-Interpretation ausgezeichnet wurde. Bereits während des Studiums sang sie wichtige Partien Ihres Faches wie z. B. Sextus in »La Clemenza di Tito«, Olga in »Eugen Onegin«, Prinz Orlofsky in »Die Fledermaus«. Weitere künstlerische Anregungen erhielt die Sängerin im Rahmen von Meisterkursen bei Brigitte Fassbaender, Evelyn Herlitzius und Marie Pochopová.

Es folgte ein Festengagement am Theater Rostock, wo sie unter anderem als Carmen, als Pilger in L´Amour de loin von Kaija Saariaho, als Flora in La Traviata, sowie als Camilla in der Welturaufführung Georg Kreislers Oper Das Aquarium zu erleben war.

Seit 2011 arbeitet Lucie Ceralová freischaffend. Sie gastierte unter anderem am Staatstheater Schwerin, an den Städtischen Bühnen Münster bei der Welturaufführung von Timeshift, was das Theatermagazin Die Deutsche Bühne als eine der spannendsten neuen Musiktheaterinszenierungen in Deutschland bezeichnete oder in der Neuinszenierung We come to the River an der Semperoper in Dresden.

In der Spielzeit 2015/2016 war sie mehrfach Gast an den Wuppertaler Bühnen, u. a. in den Neuproduktionen von Strauss´ Salome (Page), Wagners Parsifal (Blumenmädchen, Knappe, Stimme aus der Höhe) und in der szenischen Deutung von Bachs Johannes-Passion. Den gleichen Part interpretierte sie auch konzertant unter Jos van Veldhoven, gefolgt von einer Neuproduktion von Strauss´ Elektra am Staatstheater Cottbus. Weiterhin gab sie ihr Debüt als Erda in Das Rheingold in konzertanten Aufführungen bei der Philharmonie Südwestfalen.

In der Saison 2016/2017 debütierte Lucie Ceralová als Mary an der Oper Halle in der vielbeachteten Inszenierung von Wagners Fliegendem Holländer, deren Bühnenbild mit dem Deutschen Theaterpreis Der Faust ausgezeichnet wurde. Darüber hinaus reüssierte sie an der Semperoper Dresden als Försterin in Janáčeks Schlauem Füchslein unter Tomáš Netopil sowie als Vlasta in der Neuproduktion Mieczysław Weinbergs Oper Die Passagierin.

Lucie Ceralová ist auch eine gefragte Konzert-, Lied- und Oratoriensängerin. Konzerte führten die Altistin in die Dresdner Frauenkirche, die Philharmonie Köln, zu bedeutenden Festivals, wie z. B. zum Prager Frühling, zu den Dresdner Musikfestspielen, zum Festival Musik&Theater Saar oder auf Einladung von Gidon Kremer zum Kammermusikfest Lockenhaus, wo sie mit ihrer Interpretation von Luigi Nonos La Fabbrica illuminata für großes Aufsehen sorgte. CD- und Rundfunkaufnahmen runden die Konzerttätigkeit von Lucie Ceralová ab.

Sie arbeitete mit Dirigenten wie Christoph Prick, Tõnu Kaljuste, Josep Caballé-Domenech, Toshiyuki Kamioka, Matthias Foremny, Anthony Bramall, Hans-Christoph Rademann, Niklas Willén, Nicholas Milton, Rasmus Baumann, Ekkehard Klemm und Theodore Kuchar.

Die Sängerin war Stipendiatin der Brücke/Most-Stiftung sowie der Oscar und Vera Ritter-Stiftung und erhielt das Dresdner Europa Stipendium für außergewöhnlich begabte Künstler. 2016 wurde die Künstlerin mit der Gedenkmedaille der Palacký Universität in Olomouc für die beispielhafte Repräsentation der Universität in Tschechien und im Ausland geehrt.